Nur die Sache ist verloren, die man aufgibt. (Lessing)

Grundsätze des  Anfangsunterrichtes in Klasse 1 (Detlef Streich)

Das Rechtschreiblernen wird im Anfangsunterricht als Teil eines bewussten Sprachlernens verstanden, "das in wechselnder Abhängigkeit zum Lesen, Schreiben, Sprechen und zur Sprachreflexion steht.“ Prof. Dr. Astrid Müller: Rechtschreiben lernen. Seelze 2010

Vom Konzept LDS (Lesen durch Schreiben) wird konsequent das Anfangsprinzip des eigenständigen und selbstgesteuerten Lernens durch aktiv-eigenes Schreiben übernommen. Dies bedeutet zunächst, während des selbstständigen Verschriftens den Lautstrom eines Wortes zu erkennen und wie gehört lautierend zu notieren. Unlesbare Wortruinen sind bereits am Anfang nicht akzeptabel, will sagen, Kritik ist natürlich nötig zur Beförderung der weiteren Entwicklung. Unterstützt wird der Aneignungsprozess z.B. durch Übungen zu Anlauten und Endlauten. Sind alle Großbuchstaben verfügbar, werden Kleinbuchstaben in den Mittelpunkt gerückt. Gleichzeitig werden korrekte Schreibrichtungen vorgegeben und die Einhaltung der Lineatur beachtet. Mit zunehmender Sicherheit in der Laut-Buchstaben-Zuordnung werden überhörte Buchstaben anfangs mit Hilfe ergänzt, später vom Kind selbst nach Markierung des Wortes alleine gefunden und eingefügt. Die Lesefähigkeit wird im ersten Halbjahr nicht extra trainiert, sie entwickelt sich selbständig.

Nach der grundsätzlich mit der Anlauttabelle erworbenen Fähigkeit, individuell alle zunächst wesentlichen Buchstaben in der Laut-Buchstaben-Zuordnung in einem eigenen Erarbeitungstempo  kennengelernt zu haben und Wörter lautorientiert zu verschriften, wird aber auch bereits in der ersten Klasse Sprache untersucht und über Sprache reflektiert. Neben der Einsicht in das alphabetische Prinzip der Schriftsprache sind grundsätzlich folgende Themen der Rechtschreibung zur Durchdringung der Schreibsystematik als Unterrichtsinhalte zu lernen und zu üben:

  • Erkennen schwieriger Stellen in Wörtern
  • Wortverlängerungen und Mehrzahl als Rechtschreibhilfe
  • Umlaute durch Mehrzahlbildungen ableiten
  • Doppelkonsonanten durch deutliches Silbensprechen
  • Silbentrennendes h (ge/hen – geht)
  • Wortstammtreue (rennt – rennen)
  • Lernwörter (Dehnungen ie, ih)
  • Regeln der Groß- und Kleinschreibung (Wortarten Tun- und Namenwörter)
  • Unterscheidung kurzer und langer Vokale mit Regeln zu Doppelkonsonanten
  • Zusammengesetzte Nomen (Kompositionsprinzip: Handtuch)
  • Strukturelle Regelmäßigkeiten (laufn = laufen)
  • Morphemkonstanz (ver- ..., vor-…, …-lich, …-lig, ...-ung)
  • Grundkenntnisse der Satzzeichen

Können die meisten Kindern Wortbilder und damit Sätze (still) erlesen, wird die Durchgliederung zusammengesetzter Nomen geübt, damit auch längere Wörter "übersichtlich" werden. Zwar steht auch hier wiederum das Schreiben im Vordergrund, dennoch ergibt sich daraus auch eine Beeinflussung der Lesefähigkeit durch und über die grundsätzliche Sprachreflexion. Es wird also im Unterricht nicht ein Aspekt des Rechtschreiblernens herausgegriffen und einmalig abschließend behandelt (wie in vielen lehrgangsbegleitenden Schülerübungsheften praktiziert), sondern im Sinne eines Spiralcurriculums werden die Einzelaspekte immer wieder in den Mittelpunkt gerückt und vertieft mit dem Ziel einer bewussten und unbewussten Regelanwendung bzw. Strategienbildung für das genauere Durchhören und Ableiten zur sichereren Rechtschreibung . Ebenso werden auch einzelne Wortbilder durch wiederholtes Üben gespeichert. Es ist aber „einer der schlimmsten Irrtümer mancher Praktiker, daß der Erwerb der Rechtschreibung im wesentlichen (oder gar ausschließlich) auf einem gedächtnismäßigen Aneignen von (optisch-akustischen) „Wortbildern“ beruhe. Wäre das der Fall, so würden unsere Schüler tausende von Wortbildern auf rein mechanische Weise „lernen“ müssen. Gewiß müssen sich die Wort-, Klang-, Sprech-, Schreib - und Sehbilder der Wörter fest assoziieren, aber dieses Ziel kommt keineswegs auf rein gedächtnismäßige Weise zustande. Vielmehr muß der Schüler – wenn der Rechtschreibuntericht nicht zu einem unwürdigen mechanischen Gedächtnisdrill werden soll – sobald als möglich die Begründung der Rechtschreibung kennenlernen, nicht aus mechanisch erlernten Regeln (obwohl auch Regeln unentbehrlich sind), sondern aus dem Wesen der Sprache heraus …“ R. Urbanek 2006 Quelle bei TINTO (Cornelsen) LESEN Folie 6

Urbanek formuliert (ebenso bei TINTO nachzulesen) zum Thema „Lernentwicklung beobachten und fördern“ für die 1. Klasse:

„ Das Kind kann erkennen:

  1. „Haustürschlüssel“ hat vier Silben (dazu kann ich viermal klatschen).
  2. „Streichholzschachtel“ ist ein langes Wort, „Zug“ ist ein kurzes Wort.
  3. Am Anfang von „Mond“ höre ich ein /M/.
  4. Am Ende von „Ball“ höre ich ein /l/.
  5. Ich höre im Wort „Kind“ ein /K/, ein /i/, ein /n/ und ein /t/.
  6. Das /o/ in „Kartoffel“ klingt zwischen dem /t/ und dem /f/.
  7. Das /a/ in „Tafel“ klingt lang, das /a/ in „Schwamm“ klingt kurz.
  8. Das /s/ in „Häuser“ klingt stimmhaft, das /s/ in „Haus“ klingt stimmlos.

Die Fähigkeiten unter 6. bis 8. werden von vielen Kin­dern in der 1. Klasse nicht erreicht, aber durch didak­tisch korrektes Lehrerverhalten und durch richtige Hilfsmittel bereits vorbereitet (siehe Lauttabelle).“  (Hier kann hinzugesetzt werden, dass durch die LDS-Methode und die konsequente Arbeit des Schreibens durchaus festzustellen ist, dass hier die meisten Kinder, wenn nicht sogar fast alle, auch die Punkte 6-8 innerhalb der 1. Klasse erreichen.)

Gleiches gilt auch für die schon aufgelisteten Themen der Rechtschreibung zur Durchdringung der Schreibsystematik, auch sie sind mehr Vorbereitung für die vertiefende Behandlung dann in Klasse 2. Durch die immer individuellen Lernfortschritte der einzelnen Kinder ist es also die ständige Aufgabe des Lehrers, die jeweilige „IST-Situation“ innerhalb der gemeinsamen Unterrichtsgespräche und durch die Arbeitsergebnisse zu beobachten und dann mit Möglichkeiten für befördernde Maßnahmen zu reagieren. Dies geht aber nur in kurzfristigen Phasen, weil sich die Lernentwicklung der Kinder  gerade in der 1. Klasse ständig entwickelt oder auch stagniert. Dieser Prozess  ist eben niemals ein linear- kontinuierlicher, sondern immer wellenartig, deswegen bedarf es also der ständigen Beobachtung und Rückkoppelung durch den Lehrer, um angemessen seinen Unterricht gestalten zu können. Die aktuelle Lernpsychologie weiß, dass „Lernen ein aktiver, selbstgesteuerter Prozess ist. Im Mittelpunkt erfolgreicher Lernprozesse soll die individuelle Auseinandersetzung mit den Inhalten stehen. Hierfür sind kollektive Lernprozesse wenig geeignet. Lernen muss jede Person selbst. Diesen Prozess kann ihr kein didaktisch noch so geschickt aufbereiteter Unterricht abnehmen! Wenn dies stimmt, dann darf im Mittelpunkt des Unterrichts nicht mehr das Lernen in einem gemeinsamen Lerntempo und auch nicht mehr das gemeinsame Problemlösen stehen. Vielmehr muss das aktive, selbstgesteuerte Lernen eindeutig die Vorherrschaft haben!“

Neben möglichst kurzen, kollektiven Lernphasen, in denen strukturiert Wissen informativ angeboten wird,  sind als sogenanntes „Sandwich-Prinzip“ „umfangreiche Phasen des aktiven und selbstgesteuerten Lernens einzuschieben. Die kollektiven Lernphasen dienen dabei der thematischen Orientierung. Die Lehrpersonen führen mit vernetzenden thematischen Übersichten in die Lehrplaneinheit ein (die kryptische Fachbezeichnung heisst „Advance Organizer“, zu übersetzen mit: Eine im Voraus gegebene inhaltliche Strukturierung) und vermitteln jene Informationen, die sich die Lernenden nicht selbst erarbeiten können. In den eingeschobenen aktiven Lernphasen arbeiten sich die Lernenden in die Thematik ein, zum Beispiel in der Form „Wechselseitigen Lehrens und Lernens“ (WELL) und sie ordnen das aufgenommene Wissen mit kognitiven Landkarten. Alle diese Formen sind gut erprobt und empirisch untersucht.“ (Diethelm Wahl im sehr lesenswerten Aufsatz „Ergebnisse der Lehr-Lern-Psychologie, 2006“ http://www.dblernen.de/docs/Wahl_Ergebnisse-der-Lehr-Lern-Psychologie.pdf

Nachdem der Prozess des Rechtschreiblernens weitestgehend durch die Beobachtung der Schreibergebnisse und über entsprechende Korrekturen, Hilfen und informative Phasen begleitet und kontrolliert wurde, werden gegen Ende des Schuljahres kurze, individuelle Tests durchgeführt, mit denen der erworbene Kenntnisstand für jedes Kind im Einzelnen in den Kernbereichen Lesen und Schreiben nachgewiesen werden kann. Wichtig ist, dass diese „Testsituation“ aber nicht als solche erkennbar wird, sondern aus dem normalen Unterricht heraus erfolgt, um Unsicherheiten und Stress zu vermeiden. Mitunter ist auch die Tagesform entscheidend, so dass Wiederholungen durchaus auch notwendig werden können. Sehr schön wird im österreichischen Lehrplan der Volksschule quasi als Prämisse und Schlusswort zusammengefasst (Dr. Willi Wolf (Hrsg.), Leykam, 2009):

Die Unterschiedlichkeiten der Kinder betreffen im Einzelnen ihr Lerntempo, ihre Lern­bereitschaft und Lernfähigkeit, ihre Interessen, ihre Vorerfahrungen, ihre Kooperations­bereitschaft und Kooperationsfähigkeit, ihre Kommunikationsfähigkeit, ihre Selbstständigkeit und anderes. Diesen Unterschiedlichkeiten der Kinder soll der Lehrer durch differenzierende Maßnahmen entsprechen. … Die schulische Leistungsbereitschaft von Kindern wird wesentlich von ihrem Selbstwertgefühl, ihrem Selbstvertrauen und ihrer Erfolgszuversicht bestimmt.“

Wer noch mehr über den grundsätzlichen Methodenstreit wissen und sich ein eigenes Bild machen möchte, wie dieser Streit gefochten wird, kann zunächst in den kritischen Verrissen der Elternbriefe des nordrhein-westfälischen Lehrerausbilders J. Günter Jansen lesen und anschließend das als Entgegnung zu verstehende, sehr sachlich informative GutachtenWarnung vor didaktischen Allaussagen und pädagogischen Heilsversprechen!“ (2009) von Professor Brügelmann studieren, der maßgeblich offene Unterrichtsformen propagiert. Sein Gutachten ist zustimmend unterzeichnet worden von 41 Professoren und anderen, maßgeblichen Fachleuten.

Die prinzipiell-dogmatisch orientierte Festlegung in kleinschrittiger Einheitsbeschulung geht, wie gezeigt, am pädagogisch ausgerichteten Gedanken der ganzheitlich betrachteten Entwicklung der Kinder und ihren individuellen Unterschiedlichkeiten vorbei und ist damit schädlich für die gesamte, weitere Entwicklung des Kindes, denn die dabei notwendig auftretenden Misserfolge schaffen nicht nur Frustrationen und Angstsituationen, sondern führen zum dem Gefühl, hoffnungslos den Anforderungen ausgesetzt zu sein, schaffen Schulängste und können letztlich zum Schulversagen führen.

Bundespräsident Gauck drückte  in seiner Antrittsrede aus: „Ängste vermindern unseren Mut wie unser Selbstvertrauen manchmal so entscheidend, dass wir beides ganz und gar verlieren können - bis wir gar Feigheit für Tugend halten und Flucht für eine legitime Haltung … Nach einem Wort Gandhis kann nur ein Mensch mit Selbstvertrauen Fortschritte machen und Erfolge haben. Dies gilt für einen Menschen wie für ein Land. Ob wir den Kindern und Enkeln dieses Landes Geld und Gut vererben werden, das wissen wir nicht. Aber dass es möglich ist, nicht den Ängsten zu folgen, sondern den Mut zu wählen, das haben wir gezeigt.“

Dazu bedarf es eines pädagogischen Grundvertrauens in die entfalterischen Kräfte des selbstgesteuerten Lernens. Der Lehrer wird dabei zum Prozessbegleiter, indem er informiert, Mut macht und Frustrationsphasen auffängt und er hat die wesentliche Aufgabe, den pädagogischen Raum zu schaffen, in dem sich die Begabungen des Kindes zu seinen vollen Fähigkeiten entfalten können. Er steht dem Unterrichtsgeschehen nicht als Wissender voran, sondern er selbst ist mitten drin im gemeinsamen Prozess der Entwicklung, an dem die Kinder aktiv teilhaben und mitwirken dürfen und müssen. Die eindrucksvollen Schlussworte des Bundespräsidenten Gauck lassen sich in diesem Sinn gleichermaßen auf den pädagogischen „Lebensraum Schule“ übertragen. Es brauchen gedanklich nur ein paar Worte getauscht werden:

Meine Bitte an Regierende wie Regierte: Findet euch nicht ab mit dieser zunehmenden Distanz. Für die politisch Handelnden heißt dies: Redet offen und klar, dann kann verloren gegangenes Vertrauen zurückgewonnen werden. Den Regierten muten wir zu: Ihr seid nicht nur Konsumenten. Ihr seid Bürger, das heißt Gestalter, Mitgestalter. Wem Teilhabe möglich ist und wer ohne Not auf sie verzichtet, der vergibt eine der schönsten und größten Möglichkeiten des menschlichen Daseins - Verantwortung zu leben.“

Auch dieses sollten Kinder in der Schule lernen, Gestalter und Mitgestalter zu sein und Verantwortung zu übernehmen für ihr eigenes Handeln und diese Verantwortung auch gestalterisch leben zu dürfen!

 

 

Ergänzendes Beispiel und Selbstversuch (unter dem Link) zum Lesevorgang im Gehirn: Verdrehte Buchstaben

Vtrdheee Bsubchastn
Gmäeß eneir Sutide eenir elschgnien Uvinisterät ist es nchit witihcg, in wlecehr Rneflogheie die Bstachuebn in eniem  Wort snid, das ezniige was wcthiig ist, ist dsas der estre und der leztte Bstabchue an der ritihcegm Pstoiion snid. Der Rset  knan ein ttoaelr Bsinöldn sein, tedztorm knan man ihn onhe Pemoblre lseen. Das ist so, wiel wir nciht  jeedn Bstachuebn enzelin leesn, snderon das Wrot als gseatems.
Aslo dnan mit Shnuwcg und Sapß auf ins etrse Saljhuhcr.

Wnen Sei dseie Wrote jzett lseen keönnn, hbaen Sie den Bewies dfaür, dsas die Fknuoitn des Grhnies biem Leesn nicht daruaf beurht, enleizne Butebhacsn zu dirnisekimiren und dcruh die stmmue Adeunnranreehinig zu eniem slnenvoiln Gzenan zaeusmmn zu fügen, sdrenon das Leesn enie Wrahnunehmug des gaetesmn Wrotes ist.



Zum Weiterlesen:

  • Lexikon im Hirn Geschriebene Wörter werden in ihrer Gesamtheit wahrgenommen.

 

 

Auszug aus dem Bildungsplan 2004: Deutsch Klasse 2 Kompetenzen und Inhalte

Kompetenzen und Inhalte werden ganzjährig  und nach Bedarf und Möglichkeit ausgewählt in jeder Einheit und Unterrichtssequenz spiralcurricular beachtet und geübt

 

1. SPRECHEN

Die Schülerinnen und Schüler können verständlich sprechen und anderen verstehend zuhören;

von Erlebnissen erzählen;

mit anderen über ein Thema sprechen, eine eigene Meinung äußern und so demokratische

Verhaltensweisen einüben;

erste Gesprächsregeln beachten;

kurze Sprüche, Verse und Gedichte auswendig lernen und vortragen;

einfache Spielszenen im medialen und personalen Spiel entwickeln;

Dialekte und Standardsprache unterscheiden.

Inhalte

verlässliche Erzählzeiten

Gedicht/Lied des Monats

 

2. LESEN/UMGANG MIT TEXTEN UND MEDIEN

Die Schülerinnen und Schüler können einfache, ungeübte Texte lesen und verstehen

und kennen Übungen dazu;

einfache Fragen zum Text beantworten;

in kurzen Texten gezielt Informationen finden;

einfache Arbeitsanweisungen selbstständig lesen

und befolgen;

einen Text fortspinnen;

Texte anderen laut vorlesen und kennen Übungen dazu;

beim Vorlesen aus Büchern zuhören;

sich gezielt Bücher aus einem Angebot lesetechnisch unterschiedlich schwieriger Bücher mit

inhaltlich vielen verschiedenen Themen auswählen und lesen;

sich in der Bibliothek ein Buch ausleihen;

zu einem selbst gewählten Buch Titel und Autorin/Autor benennen, anderen etwas zum

Inhalt erzählen und eine eigene Meinung zum Buch äußern;

außer mit Büchern auch mit Kinderzeitschriften und Hörkassetten umgehen;

Bücher lesen, die sie nach eigenem Interesse ausgewählt haben;

ein Kinderbuch vorstellen.

Inhalte

verlässliche freie Lesezeiten

verlässliche Vorlesezeiten, Lesepaten

Klassen-, Schulbücherei, Bibliotheken

(Bibliotheksbesuch)

Buchvorstellungen (mindestens eine verbindliche

Buchpräsentation)

 

3. SCHREIBEN

Texte schreiben

Die Schülerinnen und Schüler können eigene Schreibideen entwickeln;

selbstständig zu individuell ausgewählten und zu vorgegebenen Schreibanlässen kurze Texte

schreiben;

beim Schreiben kleiner Geschichten auf die zeitliche Abfolge achten;

Fragen an ihre eigenen und an die Texte anderer stellen und die Texte entsprechend überarbeiten;

Druckschrift und eine verbundene Schrift schreiben;

mit Schrift gestalten und unterschiedliche Schreibwerkzeuge, Schriftträger und Schriftzeichen

erproben.

Inhalte

freie Schreibzeiten

Vorleserunde

Klassenkorrespondenz

 

Rechtschreiben

Die Schülerinnen und Schüler können eigene Texte unter zunehmender Beachtung von

Rechtschreibmustern schreiben;

bei unbekannten Wörtern bekannte Muster anwenden (wie Herleitung über Plural,

Grundform bilden, Analogiebildung);

selbstständig Wörter üben, deren Schreibung ihnen noch schwer fällt und die für sie schreibwichtig

sind;

geübte Wörter normgerecht schreiben;

orthografisch richtig abschreiben und Abschreibestrategien anwenden;

orthografische Regelmäßigkeiten entdecken und sich in der Schreibung danach richten

(wie Großschreibung am Satzanfang, Satzschlusszeichen,

Großschreibung von Nomen);

die wichtigsten Lernwörter, die keiner Regelmäßigkeit folgen, normgerecht schreiben;

selbst geschriebene Texte mithilfe einer Vorlage kontrollieren und berichtigen;

Wörter in einem altersgemäßen Wörterbuch nachschlagen.

 

4. SPRACHBEWUSSTSEIN ENTWICKELN

Die Schülerinnen und Schüler können zunehmend über die Sprache, insbesondere die

Schriftsprache, nachdenken;

Regelmäßigkeiten in der Sprache entdecken;

Wörter unter vorgegebenen Aspekten sammeln und sortieren;

Wörter in Bestandteile zerlegen und verändern;

in Texten Sätze und Wörter abgrenzen, Satzschlusszeichen setzen.

Die Schülerinnen und Schüler kennen erste Fachbegriffe: Buchstabe, Laut, Selbstlaut,

Mitlaut, Zwielaut; Wort, Satz; Nomen (Einzahl, Mehrzahl), Artikel, Verb; Punkt, Fragezeichen,

Ausrufezeichen, Komma.

Inhalte

Rechtschreibgespräche

Such- und Sammelaufgaben